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01Live-Demo

Rechnungseingang mit Abgleich

Zehn Belege, wie sie wirklich ankommen: PDF, Scan mit Stempel, schiefes Handyfoto, zerknitterter Bon, E-Rechnung. Vier Fehler und eine knappe Skontofrist sind eingebaut. Alle Firmen sind erfunden.

Das Problem

Warum das Ganze? Weil Abtippen Geld kostet.

Jede kommt anders
96 % · 93 %
bekommen Rechnungen per E-Mail · lassen sie sich noch per Post schicken

PDF im Postfach, Brief mit Stempel, Foto vom Handy, Kassenbon aus der Jackentasche, dazu E-Rechnungen als XML. Jemand tippt die Werte ab, sucht Bestellung und Lieferschein heraus und vergleicht Zeile für Zeile.

Was es kostet
9,90 $
pro Rechnung im Schnitt, die besten Teams: 2,67 $

Fast jede fünfte Rechnung wird zum Ausnahmefall, der von Hand geklärt werden muss: Menge stimmt nicht, Preis weicht ab, Bestellung fehlt. Bis eine Rechnung durch ist, vergehen im Schnitt über 9 Tage. Zahlen aus den USA, für Deutschland gibt es keine aktuellen.

Was es bringt
36,7 %
Jahreszins verschenkt, wer 2 % Skonto verpasst

Kein Abtippen mehr. Zu viel berechnete Mengen und doppelte Rechnungen fallen vor der Zahlung auf, nicht danach. Skontofristen gehen nicht mehr unter: 2 % für Zahlung in 10 statt 30 Tagen entsprechen aufs Jahr gerechnet 36,7 % Zins. Und jede Entscheidung ist nachvollziehbar.

5,3 s
pro Beleg (Ø)
0,48 US-Cent
pro Beleg (Ø)
188/189
Felder richtig gelesen
344 €
gefunden in 10 Belegen
Posteingang · 10 Belege
<ubl:Invoice>
<cbc:ID>LL-2026-55821</cbc:ID>
<cbc:IssueDate>2026-09-30</cbc:IssueDate>
<cac:OrderReference>
<cbc:ID>BE-2026-0421</cbc:ID>
</cac:OrderReference>
<cac:LegalMonetaryTotal>
<cbc:PayableAmount>51.31</cbc:PayableAmount>
...
XML
Das Modell erkennt den Belegtyp und die Papierecken. Fotos werden damit im Browser gerade gezogen.

Aufgezeichnet am 1.10.2026. Entwurfsstand: Die Gratis-Stufe von Gemini erlaubt 20 Anfragen pro Tag und Modell, deshalb stammen die Auslesen aus drei Gemini-Flash-Versionen. Der finale Lauf kommt komplett aus Gemini 3.8 Flash.

Betriebsbereit

Kein Pilotprojekt. Fünf Punkte machen den Unterschied.

79 % der Firmen berichten, KI-Agenten einzuführen. Nur 11 % betreiben sie produktiv (Gartner 2026). Am Modell liegt das selten. Es liegt an diesen fünf Punkten.

✓

Freigabe

Nichts wird automatisch bezahlt. Gelbe Fälle prüft ein Mensch, rote sind gesperrt, grüne bucht er mit einem Klick.

✓

Nachvollziehbar

Jeder Wert zeigt seine Fundstelle im Original. Jeder Befund nennt Regel und Zahlen.

✓

Rechte

Das Modell liest nur. Kein Schreibzugriff aufs ERP, kein Zugriff auf Zahlungen.

✓

Kosten

0,48 US-Cent pro Beleg gemessen. 1.000 Belege im Monat: rund 4,16 €.

✓

Test

188 von 189 Feldern, 8 von 9 Belegen komplett richtig. Alle 4 eingebauten Fehler und die Skontofrist gefunden.

Warum so gebaut

Das Modell liest. Code rechnet.

01

Modell nur zum Lesen

Abgleich, Steuer und Pflichtangaben sind Regeln. Regeln gehören in Code: gleiche Eingabe, gleiches Ergebnis, nachrechenbar für die Buchhaltung.

02

E-Rechnung ohne Modell

Seit 2025 müssen Firmen E-Rechnungen empfangen können, ab 2027 oder 2028 auch ausstellen, je nach Umsatz. Das XML lese ich direkt: 0 Cent, 0 Fehler. KI nur dort, wo Papier ist.

03

Fundstelle vor Tempo

DeepSeek V4.1 Flash liest fast genauso gut (186 statt 188 von 189 Feldern) und ist 9,6× schneller. Aber die Rahmen liegen daneben, siehe unten. Ohne Fundstelle kann niemand prüfen, also Gemini.

Gemini 3.8 Flash
Gemini 3.8 FlashRahmen sitzen auf dem Wert
DeepSeek V4.1 Flash
DeepSeek V4.1 FlashWerte richtig, Rahmen daneben
ModellBelegeFelder richtigZeit ØKosten ØFundstellen
Gemini 3.8 Flash5101/1025,6 s0,50 US-Centpräzise
Gemini 3.7 Flash361/615,2 s0,54 US-Centpräzise
Gemini 3.6 Flash6127/1285,2 s0,44 US-Centpräzise
DeepSeek V4.1 Flash9186/1890,5 s0,22 US-Centungenau

Alle 14 Gemini-Läufe zusammen: 289/291 Felder. Die 188/189 oben zählen die 9 Auslesen in der Demo. Zeiten auf der Gratis-Stufe, die bei Andrang gedrosselt wird. DeepSeek ist ein chinesischer Anbieter: für echte Kundendaten ein Minuspunkt.

Was schiefging

Drei Fehler. Alle meine.

Doppelrechnung zuerst übersehen

Auf dem Foto liest das Modell „Weber & Söhne“, im PDF den vollen Firmennamen. Mein Abgleich nutzte den Namen als Schlüssel und sah zwei verschiedene Lieferanten. Jetzt: Rechnungsnummer plus Betrag.

Versandpauschale als „nicht geliefert“ gemeldet

Versand steht auf keinem Lieferschein. Der Abgleich meldete 8,21 € zu viel. Positionen ohne Lieferscheinzeile werden jetzt nicht mehr mengengeprüft.

Mein Testset lag falsch, nicht das Modell

Auf dem Kassenbon steht keine Menge. Das Modell schrieb korrekt „keine“, mein Testset erwartete 1. Zehn „Fehler“ verschwanden, als ich das Testset korrigierte.

Rechnung pro Monat1.500 Belege
Modellkosten (gemessen)
6,25 €
Von Hand (10–18 € pro Rechnung*)
15–27 Tsd. €

* Richtwert aus Anbieterangaben inkl. Personalzeit. Ein Mensch prüft weiterhin die markierten Fälle, die Ersparnis ist also kleiner als die Differenz. Mittelstand: typisch 800–5.000 Eingangsrechnungen im Monat.

Betriebsvarianten

Cloud-API

Gemini 3.8 Flash

Die Demo läuft mit erfundenen Belegen auf der Gratis-Stufe. Im Betrieb: bezahlte Stufe, kein Training mit Eingaben, AVV mit Google.

EU-Cloud

Vertex AI · europe-west3

Gleiches Modell, Verarbeitung in Frankfurt. Umstellung: Endpunkt und Zugangsdaten.

Lokal

PaddleOCR-VL / Qwen3-VL-8B

Soll auf einer Grafikkarte mit 16 GB laufen (Qwen3-VL-8B quantisiert). Messung auf meiner RTX 5070 Ti folgt, Ergebnis kommt hierher.